Meilensteine

März 2009

Die Essl Foundation begann sich intensiv mit der Forschung von Menschen mit Behinderungen und deren sozialer Indikatoren zu beschäftigen. Anfangs wurde der Fokus darauf gelegt, zu recherchieren welche Untersuchungen, Studien oder Ähnliches es in diesem Bereich bereits gibt und in welcher Qualität.

Aufgrund dieser Erkenntnisse hat Martin Essl beschlossen dieses Gebiet weiter zu erforschen und hat den sogenannten „Essl Social Index“ kreiert. Dieser Index gibt einerseits einen Überblick über Auswertungen von einzelnen Ländern und ermöglicht andererseits einen sozialen Ländervergleich. Diese Evaluationen können mit „Transparency International Global Corruption Barometer“ und „Corruption Perception Index“, oder die von der „OECD PISA-Studien“ verglichen werden.

Von Anfang an wurden die sozialen Indikatoren wurden Menschen mit Behinderungen als die erste Gruppe von benachteiligten Personen definiert.

Im Verlauf von 2009

Es fanden einige Workshops mit österreichischen Organisationen und Dienstleistungsanbieter für Menschen mit Behinderungen statt.

Mitte des Jahres 2009, bevor die aktive Forschung zu den Indikatoren begann, wurde entschieden, dass der Essl Social Index die Umsetzung der Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen messen sollte. Zu diesem Zeitpunkt war die Konvention noch relativ neu, Österreich hat diese 2008 ratifiziert.

Bis Ende 2009 wurden 14 Indikatoren definiert, die die Umsetzung des Übereinkommens messen sollten. Jeder einzelner Indikator besitzt eine konkrete Frage zu einem bestimmten Thema in der UN-Konvention. Wie zum Beispiel: „Kann man die öffentlichen Verkehrsmittel in der Hauptstadt eines Landes barrierefrei benützen?“ Oder: „Hat ein Kind mit Behinderung, das Recht auf eine kostenlose Grundschulbildung im allgemeine Bildungssystem?“

Frühling und Sommer 2010

Die erste Forschung, mit den neu entwickelten sozialen Indikatoren, wurde innerhalb Österreichs und in 15 weiteren europäischen Ländern durchgeführt.

Als eine Art Nebenprodukt wurden sieben „Best-Practice-Beispiele“ zu den Forschungsergebnissen hinzugefügt. Diese sollten vor allem aufzeigen, welche innovativen Lösungsansätze in den jeweiligen Ländern vorhanden sind.

November 2010

Die erste Pilotstudie zum Essl Social Index wurde für den Bereich Menschen mit Behinderung erhoben. Nach der Veröffentlichung wurde die Studie an NGO´s und sozialen Dienstleistern in Wien verschickt.

Zusätzlich wurde der Bericht auch an Entscheidungsträger, Regierungen und in die Ländern versendet, die für die Studie befragt wurden. Da so ein Bericht in Österreich bis dato einzigartig war, erreichte er auch einige Aufmerksamkeit in diversen Medien.

Dezember 2010

In Stockholm trafen Martin Essl und Michael Fembek (Programm Manager der Essl Foundation) auf Jakob von Uexküll, der für den „Alternativen Nobelpreis“ bekannt ist.

Es wird beschlossen eine Kooperation mit dem World Future Council, einer Organisation die von Herrn von Uexküll gegründet wurde, zu starten.

Außerdem beschloss die Essl Foundation gemeinsam mit Ashoka und Organisationen, die von der österreichischen Ashoka Stiftung unterstützt werden, zusammen zu arbeiten.

Februar 2011

Michael Fembek und Tom Butcher präsentierten das Zero Project dem Europäische Konsortium zum Schutz der Menschenrechte und Behinderung in dem European Foundation Centre in Brüssel. Anwesend bei der Präsentation ist auch Frau Inmaculada Placencia-Porrero, stellvertretende Leiterin der Sektion „Rechte von Menschen mit Behinderungen“ der Europäischen Kommission, GD Justiz.

Mai 2011

Die Essl Foundation entschied sich den Fokus der Forschung zu erweitern und sowohl innovative praktische Beispiele als auch innovative gesetzliche Rahmenbedingungen zu erforschen und diese in einem jährlichen Bericht zu publizieren. In diesem Zuge wurde das Projekt auch neu betitelt: THE ZERO PROJECT – für eine Welt ohne Barrieren.

December 2011

Der erste Zero Project Report wurde am 3. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, veröffentlicht.

Jänner 2012

In diesem Jahr fand zum ersten Mal die Zero Project Conference in Wien, in den Räumlichkeiten des Palais Niederösterreich, statt. Von 22.- 23. Jänner diskutierten Expertinnen und Experten aus 30 verschiedenen Ländern über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Insgesamt folgten über 200 Menschen der Einladungen und setzten sich mit innovativen Lösungen zur Förderung der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen auseinander.

Frühling 2012

Das Zero-Project beschloss, sich nicht nur auf die Umsetzung der relevanten UN-Übereinkommen zu konzentrieren, sondern auch den jährlichen Forschungsfokus einzugrenzen. Dafür wurde dieses Jahr das Augenmerk auf Arbeitsbedingungen für Menschen mit Behinderungen gelegt. Die Forschung zu diesem Thema wurde im Frühling, Sommer und Herbst des Jahres 2012 durchgeführt.

Mai 2012

Zum ersten Mal wird das Zero Project auch außerhalb Europas vorgestellt, auf einer Konferenz mit dem Thema: „Behinderung und Arbeit“, organisiert von der McGill University in Montreal, Kanada.

Juni 2012

Die Ergebnisse des Jahres wurden dem Europäischen Parlament in Brüssel präsentiert.

November 2012

Die Idee des Zero-Projects wurde das erste Mal in Lateinamerika während der Dreijahreskonferenz der RIADIS (das lateinamerikanischen Netzwerk von Nicht-Regierungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen und ihre Familien) in Quito, Ecuador vorgestellt.

Anfang des Jahres 2013

Das European Foundation Centre und eine Gruppe von anderen Organisationen starteten eine Partnerschaft mit dem Zero Project.

Februar 2013

Die Zero Project Konferenz fand zum zweiten Mal im Palais Niederösterreich statt. Diesmal nahmen sogar über 250 Personen aus 30 Ländern teil.

März 2013

Das Zero-Project wurde das erste Mal den Vereinten Nationen im Verlauf einer Sitzung des UN Menschenrechtsrates in Genf vorgestellt.

Frühjahr 2013

Das Zero Project startete in die nächste Forschungsrunde, diesmal mit Schwerpunkt: Barrierefreiheit und Zugänglichkeit.

Juni 2013

Die Forschungsergebnisse des Zero Projects wurden in einem Side-Event auf der jährlichen Konferenz der Vertragsstaaten der Vereinten Nationen in New York vorgestellt.

In diesem Jahr wurden zusätzlich auch die Zero Project Resultate auf Konferenzen in Athen, Istanbul, Lucca und Oslo vorgestellt.

Februar 2014

Dieses Jahr wurde die Zero Project Konferenz zum ersten Mal bei den Vereinten Nationen in Wien durgeführt. Mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 50 verschiedenen Ländern nahmen teil.

März 2014

Zum zweiten Mal konnte das Zero Project, während eines Side-Events des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen in Genf präsentiert wurden.

Frühling 2014

Die Forschung mit dem Schwerpunkt auf selbständige Lebensführung und politische Partizipation begann.

Mai 2014

Das Zero-Project gewann eine PROGRESS Förderung von der Europäischen Union, der wiederrum die Organisation von neun Konferenzen über Behinderungen in den neun österreichischen Bundesländern und die Produktion eines Handbuchs über innovative Lösungen für Österreich finanzieren sollte.

Juli 2014

Der Essl Foundation wurde ECOSOC-Status verliehen.

Das Zero Project hatte wieder die Möglichkeit bekommen die Forschungsergebnisse zur Barrierefreiheit in einem Side-Event auf der jährlichen Konferenz der Vertragsstaaten der Vereinten Nationen in New York vorzustellen.

Im Laufe des Jahres 2014

Das Zero-Project konnte sich auf internationalen Konferenzen sowie Veranstaltungen präsentieren, unter Anderem in Maputo, Mosambik; Wien, Österreich; Oslo, Norwegen; Montreal, Kanada; Brüssel, Belgien; London, England; Paris, Frankreich und Istanbul, Türkei.

Februar 2015

Der Report 2015 wurde veröffentlicht und im Zuge der vierten Zero Project Konferenz publiziert. Mehr als 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich im Sitz der Vereinten Nationen in Wien, um sich über innovative Projekte auszutauschen. Zum ersten Mal fand im Verlauf der Eröffnung auch eine Preisverleihung für innovative Maßnahmen und Projekte statt.

März 2015

Der Zero Project Report 2015 wurde auf der 28. Sitzung des Menschenrechtsrats im Palais der Nationen in Genf vorgestellt. Die Veranstaltung wurde von der Ständigen Vertretung Österreich und der International Disability Allianz mit dem Europäischen Netzwerk für selbstbestimmtes Leben und der ständigen Vertretungen von Finnland, Neuseeland, Äthiopien, Spanien, Ecuador und Thailand organisiert.

April, Mai 2015

Start der Bundesländerkonferenzen in Österreich.