Über das Zero Project

(vereinfachte Sprache)

Dieses Projekt wurde von der Essl Foundation im Jahr 2010 von Martin und Gerda Essl begonnen. Das Zero Project (Aussprache in Englisch: „Siro Protschekt“) – will  eine Welt ohne (Null, Zero heisst Null) Barrieren.  Dabei orientiert sich das Projekt an der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen (UNO).

Das Zero Project arbeitet mit einem kleinen Team von Fachleuten und Forschern von der Essl Foundation und zwei anderen Organisationen: World Future Concil (Aussprache: „Wörld Fjutschur Kaunzil“) in Genf  und dem European Foundation Centre (Aussprache: „Europin Faundeischn Senter“) in Brüssel zusammen. Jedes Jahr werden neue Themen festgelegt, die sich aus der UN Konvention (abgekürzt: UN BRK) ergeben:

  • Im Jahr 2012/2013 war es die Arbeitswelt,
  • 2013/2014 die Barrierefreiheit,
  • 2014/2015 das Selbstbestimmte Leben und die Politische Teilhabe,
  • und 2015/2016 wird es das Thema Bildung sein.

Geforscht wird in zwei Richtungen:

Erstens werden Fragebögen an Fachleute in viele Länder der Welt geschickt. Viele dieser Fachleute sind selbst Menschen mit Behinderungen. In diesem Fragebogen werden 30 Fragen gestellt, und die Fachleute geben darüber Auskunft, ob sie tatsächlich die Rechte bereits haben, die durch die UN Konvention festgelegt sind. Wenn es Probleme gibt, sollen die Fachleute diese auch beschreiben. Das Team des Zero Project sammelt alle Antworten und vergleicht die Ergebnisse. Daraus ergeben sich sehr interessante Vergleiche, die wiederum allen Menschen helfen. Sie können beispielsweise feststellen, wo die Menschen mit Behinderungen bereits mehr Rechte haben, es beispielsweise bereits mehr Barrierefreiheit gibt. Und sie können das nützen, indem sie so neue Vorschläge an Politiker oder Anbieter von Dienstleistungen machen, oder andere Forderungen stellen können.

Im heurigen Jahr wurde der Fragebogen von  270 Fachleuten aus 150 Ländern ausgefüllt. Die Ergebnisse kann man alle auf der Website des Zero Projects finden, und man kann über Weltkarten einfach suchen und vergleichen.

Zweitens werden die besten Projekte für das festgelegte Thema (z.B. Selbstbestimmt  Leben) aus der ganzen Welt gesucht. Das heißt, es werden Briefe an viele Fachleute geschickt. Viele Fachleute kennen gute Projekte, beschreiben sie dann  und lassen es dem Zero Team wissen. Die vielen Projekte werden dann wiederum anderen Fachleuten vorgelegt, die sie kommentieren und benoten. Das geschieht mehrmals hintereinander, und am Ende des haben viele Fachleute gemeinsam entschieden, welche Projekte heuer ausgewählt wurden. Das gleiche machen die Fachleute auch mit Gesetzen.

Ergebnisse

Die besten Projekte werden dann auch im Zero Project Report veröffentlicht, auf die Website gestellt und dürfen sich bei einer großen internationalen Konferenz in Wien vorstellen. Bei der diesjährigen Konferenz waren fast 500 Teilnehmer aus 70 Ländern anwesend.

Die Ergebnisse werden auch in einem Bericht zusammengefasst, dem Zero Project Report. Auch im Internet kann man sich die Projekte und Antworten auf Fragen pro Land ansehen.

Diese Arbeit ist so wichtig, dass die Vertreter des Zero Projects laufend eingeladen werden, die Ergebnisse ihrer Forschung bei internationalen Konferenzen zu präsentieren. Zuletzt beispielsweise bei einem Event im Rahmen der Tagung des UN-Menschenrechtsrates in Genf im März 2015.

Landeskonferenzen

Für das Jahr 2015 hat die Essl Foundation von der EU Geld dafür bekommen, dass viele der ausgewählten Projekte auch in den Bundesländern vorgestellt werden können. Darum gibt es in jedem Bundesland eine Konferenz.